Tageschaubeiträge_:

Söder sieht keinen Grund zur Eile

Stand: 23.11.2017 23:18 Uhr

 

Meldung vom 04.01.2018 23:04:43

Kommentar: Weniger konservativ als Dobrindts Weltbild

 

Meldung vom 17.09.2017 20:16:00

"Wir werden hart verhandeln"

 

Wenn rohe Kräfte walten  ...

Kommentar zum  Komplex

Mit einem Abstand von ca. 700 Kilometern  vom Tatort,  lässt sich die CSU vielleicht besser beurteilen, als es unter dem Dach der CSU möglich ist. Eines muss man den Großen in der CSU lassen: Sie kämpfen für die absolute Mehrheit der CSU mit aller Kraft. Der Söder und seine Minister vor Ort und der Bundesinnenminister Seehofer in Berlin. Das ist schon ein starkes Team, das sich in die Seele der Bayern einschmeicheln will. Nicht nur Einschmeicheln , dazu gehört auch, dass die Repräsentanten der Partei gelegentlich kräftig auf den Tisch hauen. Das klappt vorzüglich.Schuld sind immer die Anderen und Bundeskanzlerin Merkel in Berlin ist eine feine Adresse, um Frust im Heimatland abzulassen. Wenn die CSU in der Koalition auf Bundesebene Forderungen stellt, dann muss die Schwesterpartei CDU springen (?). Das gehört sich so unter Schwestern und wenn einer in der  Patsche ist, dass ist es vermutlich  die CSU, dann kann gleichzeitig Solidarität eingefordert werden.

 

Das können die Chinesen gut, planen, bauen umsiedeln, finanzieren, alles auf einmal und innerhalb von vier Wochen. Da möchte sich die CSU gerne eine Scheibe davon abschneiden, oder zumindest so tun, als wenn dass die Zukunft wäre,  wenn nicht  in Berlin so schrecklich viele Politiker auf die Bremse  treten würden. Wo gebaut wird, da sind Baustellen, besondere Baustellen in der Politik-. Die CSU hat eine Großbaustelle eingerichtet  für das Thema: Wie werden  wir Flüchtlinge wieder los. Schnell, erfolgreich, ohne Lärm. So schwären die CSU Leute aus, um die frohe Botschaft zu verkünden: Es geht, wie können Flüchtlinge wieder loswerden. Und der selige Hermann Höcherl sagte zu Lebzeiten, dass es in der Politik wohl nicht immer möglich sei, mit dem Grundgesetz unter dem Arm herumzulaufen. Diesen Satz hat die CSU verinnerlicht, für die Flüchtlinge, die "unrechtmäßig"  deutschen Boden betreten wollen, um sich in unsere Sozialsysteme einzuschleichen. Da muss doch ein Punkt gemacht werden, bis hier her und nicht weiter! Da trägt der Bundesinnminister nicht das Grundgesetz unter dem Arm, sondern seinen Masterplan zur Abwehr der Unberechtigten. 

Es muss die CSU - Granden wie ein Schlag treffen, dass ihre forsche Art  mit Problemen umzugehen, nicht an der fiktiven Wahlurne honoriert wird. Bei soviel Mumm der CSU-Granden, wäre nach deren Sicht die Belohnung für die Mühe die absoluten Mehrheit der CSU im Lande der Bayern. Doch die Umfrageergebnisse versprechen im Augenblick nur  38% der Wählerstimmen für die CSU, Tendenz leicht absinkend. Da verstehe einer die Welt! 

So weit  brauchen die CSU-Granden gar nicht zu denken. Mit gebührendem Abstand aus Schleswig -Holstein, da sieht die Situation in Bayern schon etwas klarer aus. Die 50% Prozent plus X sind eine Fatamorgana für die CSU. Die Zeiten haben sich geändert, es gibt mehrere Erfolgsparteien  als ehedem, die SPD gehört aber sicher nicht dazu. Aber AfD und Grüne sahnen ab, die SPD bekommt auch ihren kleinen Kuchen und schwupps sind die 50% für die absolute Mehrheit der CSU bei der kommenden Landtagswahl dahin. Das ist der Trend der Zeit und die CSU kann sich auf den Kopft stellen und sie wird doch nicht mehr allein in Bayern regieren. 

Das war der erste Punkt und der zweite folgt zugleich. Das einst scharfe Schwert der unberechtigten Einwanderung ist etwas stumpf geworden. Die Kriminalisierung von Flüchtlingen, die nur das mitnehmen konnten, was sie auf dem Leib tragen, die werden jetzt recht rüde behandelt-. Gefühle und Anteilnahme sind das in der Bevölkerung destruktiv. Die Sache muss getan werden, die Flüchtlinge müssen wieder raus. Die Flüchtlingskinder können einem Leid tun, aber die Sache muss gemacht werden, die Flüchtlinge müssen wieder raus. Das kann auch ins Auge gehen, wer Anteilnahme, Respekt und Anteilnahme verhöhnt , hat sich vielleicht verspekuliert. Immer drauf auf die Flüchtlinge (!) und ihre Helfer,  das Thema nutzt sich ab, aber es zeigt sehr deutlich, welche Bründer und Schwestern die CSU regieren wollen. 

 

Aller guten Dinge sind drei und die schlechten Dinge vermutlich auch. Das Problem der CSU ist die eigene Personalpolitik. Es ist für die, die es angeht, unmöglich, sich selbst zu reflektieren. Ein Politiker stellt  sich nicht selbst infrage,  dass ist ein eiserner Grundsatz in der Politik und in der CSU in besonderem Maße. Das Thema gar  nicht erst ansprechen, gewählt ist gewählt, das ist wahrhaft zu viel verlangt. Die Opposition in Bayern braucht sich sich nicht viel zu rühren. Und Kritik an den guten Leuten von der CSU kommt nicht ins Fernsehen, aber diese hinterhältige Kritik, von den Betroffen auch Ehrabschneiderei genannt und verdammt, diese Kritik kann schon ein paar Prozentpunkte bei der Landtagswahl kosten.

 Der Herr Seehofer ist alt geworden, er hat sich im Streit mit der Kanzlerin lächerlich gemacht. Und das ist für die Person ein schlimmes Omen. Und er Herr Söder ist zumindest im Fernsehen immer gut drauf. Was er sagt., ist geschliffen und trotzdem bleiben Zweifel, ob der Söder und seine Mannschaft wirklich ehrenwerte Leute sind.. Die Anspielung entzieht sich der reinen Lehre. Der gute alte Strauss war auch nicht immer ein Ehrenmann. Es bleibt die unterschwellige Einschätzung, dass die führenden Köpfe in der CSU doch nicht so selbstlos und aufopferungsvoll  sind, wie sie immer tun . Der Herr Söder ist bestimmt ein Intelligenzbolzen, aber der Landesvater steht ihm nicht so ganz. 

Wenn wir alles zusammen rechnen, dann bekommt die CSU in Bayern nicht die absolute Mehrheit . Wenn das so kommt wie es aussieht , sind einige Rücktritte zu erwarten. Die Wahl ist am 14. Oktober 2018. My